~The World Is Coming Down~~Tanz auf meinem Grabstein Baby~ http://naniki.myblog.de/

  Startseite
  Über...
  Archiv
  Kurzgeschichten
  Grüße
  Gedichte
  in meinem Hirn [...]
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 



  Links
   Dilbi
   Konrad :3
   Misha
   Ich ^^
   Shädöff



~Keep on Swimming~

http://myblog.de/nanisan

Gratis bloggen bei
myblog.de





Wir wollten doch nur die Sonne fangen ...

Es war im Jahr unseres Erwachsenwerdens, als wir erfahren mussten, dass wir nicht alles kriegen konnten, was wir wollten. Desillusioniert, dennoch die Droge der Jugend im Blut, mit dem Glauben an eine bessere Zukunft.

Unser Zusammentreffen war, als ich einem anderen Weg als normal folgte. Normalerweise wäre ich einfach weiter gegangen, ohne eines würdigenden Blickes, doch irgendetwas hatte mich innehalten lassen.

Ich war aus diesen verheulten Augen angesehen worden, rot, mit tiefen Müdigkeitsfalten darunter. Dieser Blick hatte hilfesuchend auf mir geruht, eine schwere Last der ich mir sie zu entledigen nicht zugetraut hatte.

Die ausgestreckte Hand hatte mir das Angebot gemacht, dessen ich mir sicher war, dass ich es nicht bereuen würde. Ich hatte ihn mit nach Hause genommen, der Hilfe wegen. Ich ließ ihn machen, ich konnte meinen normalen Tagesablauf nicht aufgeben.

Eines Tages kam ich nach Hause, mein Gast hatte auf mich gewartet.
Noch immer sprach ich allein, nur um auf Reaktionen meines Gegenübers zu warten. Er hatte sich alles gefallen lassen, ohne Widerworte hingenommen was ich aufgetragen hatte.

Doch dieses mal war es anders, er hatte sich aufgerafft aus seiner Lethargie, stand vor mir, in voller Größe, nicht so zusammengesunken wie beim aller ersten Treffen. Hatte einen Fuß vor den anderen gesetzt und war einige schlurfende Schritte näher gekommen, den Kopf kurz gehoben und schnell wieder gesenkt, als fehle die nötige Kraft.

Ich hatte meine Arme um den schwachen Körper geschlungen, und versucht den von Weinkrämpfen geschüttelten Körper zu bändigen und mit tröstenden Worten zu beruhigen.

Und in diesem Moment hatte es begonnen. Diese Art von Beziehung, die man so selten fand, zwischen dem Hilfesuchenden und seinem Helfer, zumindest am Anfang. Doch mit der Zeit, konnte man sehen, dass es tiefer ging. Ich hatte die Gestick verstehen gelernt und mich damit abgefunden, dass ich niemals eine Antwort bekommen würde.

Wir hatten nach einem halben Jahr eine stille Vereinbarung getroffen, ich würde nie fragen, was los gewesen war, an dem einen Tag oder warum er nicht sprach, dafür war er bei mir geblieben. Und endlich hatte ich es geschafft, dass der Blick nicht immer traurig war, ich hatte das Lächeln zurück bringen können.

Wir genossen diese Zeit,die ich mit einer Art Monologe und aufmerksamen Zuhörer verbrachte. Es störte mich nicht, denn ich bekam etwas viel wertvolleres dafür zurück – aufrichtige Liebe. So etwas hatte ich vorher noch nie empfunden und konnte mein Glück kaum fassen, sodass ich nicht merkte, wie die Zeit verging.

Doch eins hatte ich bemerkt, unser Jahr hatte trübe begonnen, doch nun, ein weiteres später hatte sich der Himmel aufgeklart und strahlender Sonnenschein bedeckte unsere Körper mit seiner Wärme. Wir hatten es nicht bemerkt oder auch nur nicht merken wollen, aber am Horizont zogen dichte schwarze Wolken auf, bereit unserem Glück ein Ende zu bereiten.

Wir hatten es zu einer Art Ritual gemacht, dass ich immer liebevoll begrüßt worden war, wenn ich nach Hause kam, er hatte mich angelächelt, doch immer öfter, wenn er sich sicher war, dass ich ihn nicht sah, war dieses Lächeln verschwunden und wieder der Ausdruck auf sein Gesicht getreten, den ich nie wieder hatte sehen wollen.

Er war mit der Zeit ruhiger geworen, hatte immer länger geschlafen, und es doch versucht vor mir zu verheimlichen, dass etwas nicht richtig war. Doch ich hatte nie etwas aus ihm heraus bekommen. Ich hatte versucht ihm etwas von meinem Leben einzuhauchen, für einen Moment hatte es gewirkt, doch wie eine Droge, war es schwächer geworden, er schlug nicht mehr darauf an.

Sein Zustand hatte sich soweit verschlechtert, dass er ins Krankenhaus eingeliefert werden musste, doch ich hatte immernoch keine Ahnung.

So erfuhr ich es, die Wahrheit, die ich mir nie hatte eingestehen wollen, ein Jahr lang hatte ich die Augen verschlossen, es nicht bemerkt. Ich war sauer auf mich, hätte ich doch nur mehr nachgehakt, hätte ihm geholfen, dann wäre es wohl nie soweit gekommen. Er hatte es gewusst, nichts preis gegeben, ich machte mir schreckliche Vorwürfe. Nächtelang, rasend, regelrecht in Hysterie war ich umhergestreift, hasste mich selbst für meine Nachlässigkeit.

Und nun sitze ich an seinem Bett, ich bin es mit den blutunterlaufenen Augen der durchweinten Nächte, geschwächt und müde. Ich halte die weiße Hand, stelle mir vor, wir kräftig sie gewesen sein muss, bevor es soweit gekommen war, im letzten Sommer, zwar angeschlagen aber noch die Lebenskraft inne habend.

Es geht zu Ende, wir wissen es beide, und ich kann nichts weiter tun, als ihn weiter an seinem Bett in diesem sterilen Raum, in diesem sterilen Gebäude zu besuchen und stundenlang neben ihm zu sitzen und ihn von meinen Gedanken zu erzählen.

Nur ein einziges Mal in unserer gemeinsamen Zeit hat er nach einem Blatt Papier und Stift gefragt, und hat nur ein einziges Wort geschrieben, in einer Schrift, die zeigt, wie lange er diese Art von Kommunikation nicht mehr angewandt hat. „Danke“

Mir steigen die Tränen, die ich so mühsam vor ihm versteckt gehalten habe, in die Augen, ich breche zusammen. Durch den verschleierten Blick sehe ich, dass er nicht weint, nein, er lächelt sogar.

Ein starker Hustanfall unterbricht diesen Moment, er spuckt Blut, und ich rufe die Schwester, aufgelöst, das kann es doch nicht gewesen sein. Der Anfall hört nicht auf, erst werde ich heraus geschickt, sie tun ihr Menschenmögliches, doch dann werde ich wieder herein geholt, sie können ihm nicht mehr helfen.

Ich erlebe sein Ende, und er lächelt einfach weiter, von Hustanfällen unterbrochen, mit einem zur Grimasse verzerrten Gesicht aber das Lächeln weicht nicht, er lächelt in seinen Augen weiter. Die Schmerzen sind unerträglich, das weiß ich, doch er verlangt nur meine Hand und ich halte sie. Bis zum Ende und flüstere mein letztes Liebesgeständnis unter Tränen.

Dabei hatten wir die Sonne doch schon erreicht.
Kaddü 2006


Nachtbesuch
Mit leisen Schritten lief sie über den Flur zum nächsten Zimmer.
Das Herz klopfte ihr bis zum Hals, als sie an der Tür klopfte und wartete.
Drinnen hörte sie ein leises Scharren, dann das Quietschen einer alten Tür und schlurfende Schritte die immer näher kamen.
Sie stützte sich an der Türe ab, dann erklang das Klicken, mit dem der Riegel von der Tür weg geschoben wurde und sie öffnete langsam.
Sie stolperte mit der Tür, regelrecht in die Arme eines großen, schlanken Herren, den sie am Morgen das erste Mal gesehen hatte.

Dieser sah sie verduzt an, damit hatte er nun garnicht gerechnet. Was in aller Welt ging hier eigentlich vor? Nachts um 01:00, gerade hatte er sich hingelegt, da hatte er das zaghafte Klopfen vernommen.

Sie war erschrocken und stieß sich wieder von ihm weg, so hatte sie sich das nicht vorgestellt.
Vor ihr stand er, dieser Herr, mit den dunklen Augen, dem dunklen zerzausten Haar, dieser Kraft die er austrahlte, und zu allem Überfluss hatte er nichts weiter an, als eine Unterhose, sodass sie erstrecht nicht ihren Blick abwenden konnte bei diesem Körper, so kräftig, trotzdem irgendwie sehnig und schlank. Auf seiner Brust war kaum ein Haar zu sehen, wie gerne hätte sie die Brust berührt, doch deswegen war sie nicht gekommen.

Das Wesen das vor ihm stand, so erkannte er, musterte ihn, also ließ er es sich nicht nehmen sie ebenfalls zu betrachten. Sie war groß, zwar immernoch einen Kopf kleiner als er, aber groß, schlank, hatte Rehbraune Augen mit einem Anflug eines Glitzerns, als sie ihn begutachtete. Ihre Haare waren hellbraun, und hingen ihr in wilden Strähnen im Gesicht, als wäre sie einen Marathon gelaufen.

Und das war nicht ganz falsch, denn sie war regelrecht gerannt, und das auch keine kurze Strecke, um genau zu sein war sie seit einer halben Stunde zu Fuß auf dem Weg hierher gewesen. Bis dahin hatte sie in einer Bar an ihrem Sherry genippt, in Begleitung eines nervigen Typen, der sie schon seit Ewigkeiten bearbeitet hatte, sodass sie nachgegeben hatte und mit ihm einen Trinken war. Seine Gesellschaft hatte ihr das Gefühl gegeben, dass sie ihre wertvollen Sekunden ihres Lebens einfach nur verschwendete, sodass sie aufgesprungen war, das Geld auf die Theke geworfen hatte und schleunigst die Beine in die Hand genommen hatte um zu ihrem Hotel zurück zu kommen, in dem sie am Morgen beim Frühstücken jenen Herren gesehen hatte. Sein Gesicht hatte sie in ihr Gedächtnis gebrannt und sie hatte nur noch an ihn denken können. Die Schuhe hatte sie während ihrer Rückkehr achtlos weggeworfen, in solchen Schuhen konnte man einfach nicht laufen.
Die letzten Meter war sie dann doch nur noch langsam gelaufen, doch ihr blieb keine Zeit sich auszuruhen, sie hatte etwas wichtiges vor gehabt.

Was sie wohl so aufgebracht hatte, dass sie so vor ihm stand? Er konnte sich die Frage nicht beantworten, denn auch sie war ihm am morgen aufgefallen, diese Person, die ihn so unverhohlen angesehen hatte, und keine Scheu gezeigt hatte, das hatte ihn beeindruckt. Die meisten Frauen wandten sich schüchtern ab, wenn er zu ihnen blickte.
Er strich sich durchs Haar, würde nun doch gerne wissen, was sie denn hier machte und wollte sie gerade darauf ansprechen, als sie ihn mit ihrer Aktion unterbrach.

Mein Gott, dachte sie, wie konnte er sich nur so anziehend geben, so würde sie nie heil hier weg kommen.
„Ich...“ stotterte sie, so würde das nie was werden.
„Ja?“ fragte er mit seiner weichen aber männlichen Stimme, die ihr Blut in Wallungen brachte.
Sie versuchte es ein weiteres Mal „Ich ... soll...“ sie hielt ihm etwas hin, dass sie den ganzen Tag schon bei sich trug, um genau zu sein, seit sie ihn gesehen hatte, trug sie es bei sich. „Sie haben dies hier verloren...“ Und nun fragte sie sich wirklich, warum sie hier war, mitten in der Nacht, nur um etwas verlorenes zurück zu bringen?

„oh“ machte er nur, er war verwundert, nur deswegen war sie extra hergekommen, deswegen war er extra aus dem Bett gestürzt. Ein wenig verstört sah er sie an und erkannte ihre Unsicherheit der Situation. Er zwang sich zu einem Lächeln „danke“ und wollte die Türe zumachen.

Er hatte sich bedankt, sein Lächeln war herrlich, am liebsten hätte sie sich in diesem Lächeln gebadet wie in der Sonne im Urlaub. So kam es, dass sie automatisch zurück lächelte, bei solchen Gedanken konnte man doch einfach nur lächeln. Sie hielt sich am Türrahmen fest, ihr war ein wenig schwindelig, ob vom Sherry, dem Laufen oder dem Lächeln wusste sie nicht.
Sie hob sie Hand zum Gruß und wollte sich abwenden, doch die Türe wurde nicht geschlossen und auch sie bewegte sich nicht weiter. Nun, es war ihr auch nicht möglich, denn sie war in einer Umarmung gefangen, von diesem Herren, der bis eben noch in der Tür gestanden hatte.

Ungläubig starrte er auf das, was er gerade tat. Es war ganz von allein gegangen, ohne sein zutun. Der Kopf des Wesens in seinen Armen wandte sich um, er hatte Angst, dass sie wütend sein würde, doch statt dessen lächelte sie, immernoch. Er gab sie wieder frei, was ein Lächeln für Wunder wirken konnte, dachte er verwirrt.
Sie wandte sich noch einmal zu ihm, bedachte sein Gesicht mit einer sanften Berührung ihrer Finge und flüsterte etwas, das er nicht verstand.

Sie tat es ohne zu zögern, eigentlich hatte sie sich befohlen so etwas nicht zutun, erstrecht nicht bei diesem Herren, doch sie konnte sich nicht zurück halten. Nachdem sie nun wieder ihm ganz gegenüber stand, streichelte sie ihn und streckte sich. Er kam ihr entgegen und empfing einen wunderbar weichen, zarten Kuss. Er legte ihr die Hände auf die Pobacken, gewagt, und zog sie an sich heran. Er konnte ihre wohlgeformten Brüste spüren unter dem zarten seidenen Kleid, ebenso wie ihre Pobacken die er gegriffen hatte.

Sie spürte einen Ruck in ihr, wollte nicht dass er es merkte, denn sie wollte es doch garnicht, doch schon fand sie sich in einer heißen Umarmung wieder. Wiederwillig im Kopf, willig im Körper, öffnete sie ihren Mund beim Kuss und spürte wie seine Zunge nach ihrer suchte, sie fand und umgarnte.

Er zog sie in seine Wohnung hinein, schloss mit einer Hand die Tür, damit sie ihm nicht mehr entkam und führte sie in das Zimmer, mit dem Bett in dem er vor kurzem noch allein gelegen hatte. Er öffnete den Reißverschluss ihres Kleides, zog es ihr aus, erfühlte den BH den sie trug und entfernte auch ihn. Ihre warmen Brüste berührten seine nackte Haut, als er sich rücklings aufs Bett legte und sie mit sich zog.

Sie konnte es kaum fassen, dieser starke Mann lag unter ihr. Ihr Körper hatte die Kontrolle übernommen, als sie sich von ihm löste und seinen Oberkörper küssend nach unten wanderte, bis sie an seinem Heiligtum angekommen war um es aus der Gefangenschaft zu befreien. Sie küsste es, um es zu beruhigen und kehrte zu ihrem Ausgangspunkt zurück und spürte wie das Glied gegen ihren Hügel drückte.

Er zog ihr Höschen aus, er konnte es einfach nicht mehr ertragen, sie saß auf ihm und lehnte sich zurück als er sich in sie hinein führte und die feuchte Wärme spüren konnte, die sein steifes Gemächt umgab. Er stieß in sie, tiefer und tiefer, sie ritt auf ihm, bewegte sich mit ihm, zeigte ihm den Weg in ihre Untiefen.

Bis zu dem Zeitpunkt als sie das Zucken und zittern in beiden Leibern spürten. Zufrieden sank sie neben ihn und streichelten seinen ganzen Körper.
Die vereinigten sich noch viele Male diese Nacht bis sie am Morgen zurück in ihr Zimmer aufbrach. Sie hatten einander in der Nacht kennen gelernt und wollten sich öfter treffen, vielleicht, so dachte sie, wird es was mit uns.

Er hatte jedenfalls nur noch Augen für sie und dachte immer wieder an die schöne Nacht, die er mit ihr verbracht hatte, die hatte ihn für all die Jahre entschädigt, die er hatte schuften müssen, bis er hierher gelangt war.
Kaddü 2006



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung